Freitag, 11. November 2016

Bildergebnis für lügenpresse

Lügenpresse – Wie uns die Massenmedien durch Fälschen, Verdrehen und Verschweigen manipulieren



Die Leitmedien verlieren in rasanter Geschwindigkeit Leser und Vertrauen. Ein renommierter Ex-Journalist packt in seinem neuesten Buch „Lügenpresse“ aus und belegt an zahlreichen Beispielen, wie die Presse mit Falschmeldungen, Verdrehungen, Beschwichtigungen und Hofberichterstattung ihr eigenes Grab schaufeln. Ein beachtliches Werk.
Markus Gärtner ist eigentlich kein Fundamentaloppositioneller a la PEGIDA und er läuft auch wohl kaum durch die Straßen und brüllt „Lügenpresse! Lügenpresse!“ in das Gesicht einfach berichtender Journalisten. Trotzdem trägt sein neuestes Buch, „Lügenpresse – Wie uns die Massenmedien durch Fälschen, Verdrehen und Verschweigen manipulieren„, den Namen des Unworts des letzten Jahres. Blättert man durch das Buch und seine gut belegten Beispiele, kann man fast nur mit dem Kopf nicken. Gärtner selbst war jahrelang Asienkorrespondent für die Ressorts Wirtschaft und Handel für viele renommierte Medien, wie das Handelsblatt, die Welt oder die ARD.
Seine zentrale These: Die Medien verlieren massenhaft an Auflage, Vertrauen und Leserschaft, nicht nur wegen den digitalen Medien, sondern auch, weil sie im Wesentlichen nicht mehr glaubwürdig sind. Bei ganz zentralen Themen schreiben die Alphajournalisten an Publikum und Realität vorbei – egal ob Euro-Rettung, Ukraine-Konflikt, TTIP oder Flüchtlingskrise. Was die Bevölkerung mehrheitlich gegen die Regierung oppositionell stimme, werde in den Medien heruntergespielt oder diffamiert. Das eklatante Aufbrechen einer Lücke zwichen Volkswille und Regierungshandeln würde nicht behandelt werden.

Bildergebnis für lügenpresse
Die „Hufftington Post“ rezensiert: „Warum ist das so? Der Autor zitiert den ehemaligen Chefredakteur von Manager Magazin Online, Karsten Stumm. Dieser sagt, Journalisten wollten in ihrem Beruf nicht nur Geld verdienen, sondern auch die Gesellschaft verbessern.“
Im Zuge der Ukraine-Krise hätte man eindeutig pro-westlich argumentiert. Das wäre nicht weiter schlimm, nur die Einstimmigkeit der Medien erweckt Misstrauen. In den Schlagzeilen hätte Obama immer „gewarnt“ und Putin „gedroht“ – obwohl beide ihre Interessen aggressiv vertreten.

In der Euro-Krise hätten sich die Journalisten sogar das Merkel’sche Vokabular angeeignet und sprächen im Chor von „Alternativlosigkeit“ und „Notwendigkeit“, jenseits von Risiken und Bedenken.
Zu TTIP fragt sich der Autor: „Wieso verschweigen Zeitungen, die nach einem erheblichen Einbruch ihrer Werbung überwiegend vom Verkauf an die Leser leben, ihrem Publikum eine so drastische Zensur und beschimpfen die Leser stattdessen als pathologische Angsthasen?“
Die „Huffington Post“ rezensiert weiter: „Nach seiner Einschätzung ist aus dem Wachhund von einst in den Augen von Lesern und Zuschauern ein Schoßhund der Reichen und Mächtigen geworden. Dieser belle nur noch, „wenn das Publikum aufbegehrt und ihn kritisiert“. Dann schlage er auch noch beleidigt zurück. So gehe die Schere zwischen veröffentlichter Meinung und Realität immer weiter auf.“

Lügenpresse – Wie uns die Massenmedien durch Fälschen, Verdrehen und Verschweigen manipulieren“ ist eine hervorragende, extrem penibel belegte Abrechnung mit dem journalistischen Mainstream, der heute mehr denn je (zurecht!) in Bedrängnis geraten ist.

Quelle: www.neopresse.com & www.pravda-tv.com

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen